Fehlersuche mit Guido Knopp

Bekanntlich ist die BLÖD schon seit vielen Monaten völlig begeistert vom Stauffenberg-„Actionthriller“ des Scientologen Tom Cruise.

Nachdem man fast täglich über den „Schauspiel-Gott“ Cruise in seiner Nazi-Uniform berichtet hat, legt BILD nun nach.

Als Kronzeuge dafür, das man auch mal ein wenig Kritik einfügen sollte, um Glaubwürdigkeit zu heucheln, lässt BILD nun in einem Artikel den bekannten Chefrevanchisten Chefhistoriker Guido Knopp „5 Fehler im Stauffenberg-Film“ entdecken.

Wie bei solchen Scheingefechten üblich, dreht sich Knopps „Fachwissen“ auf Zahlenspielereien um Jahreszahlen. Ob nun etwas 1943 oder 1944 geschehen ist, interessiert eh nur Historiker, oder?

Es gibt etwas, was der ZDF-Chefhistoriker Professor Dr. Guido Knopp (60) mal wieder nicht erzählt:

Stauffenberg war keineswegs der Vorzeige-Widerstandkämpfer, wie er in der westdeutschen Geschichtsschreibung immer wieder dargestellt wird und auf den sich die Wehrmachts-Traditionen der Bundeswehr berufen.

Stauffenberg war wie seine Freunde in der Wehrmachtsgeneralität überzeugter Nazi. Allerdings missfiel ihm, wie der Gefreite Hitler mit dem deutschen Adel in Generalsuniform umgegangen ist. Sein Interesse galt nicht dem Widerstand gegen das Nazi-Regime, sondern dem Endsieg über Ost- und Westeuropa. Er wurde erst zum „Widerstandkämpfer“, als 1944 die Wehrmacht nur noch Rückzugsmeldungen von den Fronten funkte.

Die tatsächlichen Widerstandkämpfer im 3. Reich waren als Kommunisten, Sozialdemokraten und Pazifisten auch Kapitalismus-Gegner. Aber sowas darf man in bundesdeutsche Geschichtsbücher nicht hineinschreiben. Sonst könnte noch jemand auf die Idee kommen, eine Bundeswehrkaserne nach Ernst Thälmann oder… nicht auszudenken.

persönlicher Zusatz:

An diesem Wochenende findet übrigens die 14. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz statt. Zum 90. Jahrestag der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht soll ein Duplikat der Rosa-Luxemburg-Statue von Rolf Biebl aufgestellt werden.

Dieses Denkmal wird ausschließlich aus privaten Spenden finanziert. Wäre Rosa bei der Wehrmacht (Stauffenberg), der SS (Hans-Martin Schleyer) oder der NSDAP (Filbinger) gewesen…die Bundesregierung wäre vermutlich persönlich zur Einweihung gekommen. Aber sie und Karl waren ja „nur Linke.“

Spendenkonto:
Postbank BLZ 100 100 10,
Kontonummer: 6 95 68 21 00
Stichwort: Denkmal

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