INSM-„Gesundheitsreform“

Die INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) ist ein faschistischer Propagandaverein des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall und der bayrischen Elektroindustrie.

http://www.flegel-g.de/index-insm.html

Heute berichtet der Tagesspiegel über eine neue „Studie“ im Auftrag dieser INSM.

Bei den größten Ausgabenposten -(…) – könnten die Kassen jährlich 5,6 bis 9,8 Milliarden Euro einsparen, heißt es in einer Studie

Ok… das hat also diese „Studie“ ergeben. Was dieses „Institut der Wirtschaft“ (hier das RWI) da genau „studiert“ und analysiert hat, erfährt man natürlich nicht.

Wichtiger erscheint es, die „Schlussfolgerungen“ des Auftraggebers INSM zu nennen:

Dazu müssten sich die Ausgaben bundesweit an den Bundesländern mit besonders wirkungsvollem Mitteleinsatz ausrichten, so die Gesundheitsökonomen.

Hört sich erstmal logisch an… ist aber völliger Unfug. Hier werden nämlich „Ausgaben“ und „Mitteleinsatz“ in einen Bezug zueinander gesetzt. Das ist aber unsinnig.

Wenn ein Krankenhaus keine teure Hightech besitzt, sondern mit Aderlass und Blutegeln hantiert, sind die Ausgaben durch den Mitteleinsatz von Verfahren aus der Steinzeit natürlich niedriger.

Konsequenz dieser Arbeitgeberforderung: Durch einen forcierten „Kostenwettbewerb“ wird die Qualität der medizinischen Versorgung immer weiter zurückgefahren. Moderne Krankenhäuser sollen sich ein Beispiel an den Kosten von Provinzkrankenhäusern nehmen, welche vielleicht nicht einmal einen OP-Saal haben und somit finanzieren müssen.

Was steckt dahinter: Die medizinischen Standards sollen immer weiter abgesenkt werden. Das schafft Spielraum für die Absenkung der sogenannten „Lohnnebenkosten“, hier des Krankenversicherungsbeitrages. Wer hingegen an seinem Leben hängt und statt eines Aderlass lieber doch eine Blinddarm-OP hätte…der muss dann eben aus eigener Tasche die Differenz zahlen. Aber Zuzahlungen sind ja schon eingeführt und damit „angewöhnt“ beim Bürger.

So einfach ist sie, die Neue Soziale Marktwirtschaft.

Irgendwann, wird ein Genie geboren, welches uns erklären kann, was an solchen Vorschlägen „neu“ und „sozial“ sein soll.

Aber dann wird es keinen mehr interessieren. Denn bis dahin hat man hoffentlich das Kapitalistenpack an den Bäumen ihrer Schlossallee aufgehängt.

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