Ich bin ein Entdecker!

Jawoll! Ich habe etwas entdeckt! Das demografische Paradoxon!

Was ist passiert?

Ich bin heute morgen beim Zappen nach dem Wetterbericht ( minus 18°C sind wirklich saukalt!) beim Bayerischen Rundfunk hängengeblieben. Nicht wegen des „Alpen-Panoramas“ o.ä. unsinniger Sendezeitverschwendung, sondern wegen des „Bildungsfernsehens“.

Dort sprachen 3 Jugendliche im Schulalter mit einem Erwachsenen über die Rente. Gemäß der heutigen Rentenpropaganda privater Versicherungskonzerne (Miegel, Rürup, Raffelhüschen, Riester…) wurde den Schülern via „Bildungs-TV“ mal wieder haarsträubender Unfug erzählt.

Die üblichen Legenden von „1 Arbeitnehmer muss 1,5…bald 2(!) Rentner versorgen“ usw.

Für die „Notwendigkeit“ privater Altersvorsorge wurden 3 Gründe genannt:

  1. die Alten werden immer älter, bekommen immer länger Rente
  2. es werden zuwenig Kinder geboren, damit zuwenig Beitragszahler
  3. Arbeitslose zahlen keine Rentenbeiträge

Also eine hübsche Sammlung von „Argumenten“ aus den Prospekten der Versicherungsvertreter in diesem Land.

Nach etwa 5 Minuten habe ich es entdeckt: Das Renten-Paradoxon!

Ich formuliere es mal mit eigenen Worten:

Das Rentenproblem war schon gelöst, bevor es überhaupt entstanden ist!

Hä? Wie jetzt?

Gaaaaaanz einfach: Grundlage der Rentenhysterie ist die Aussage: Mehr alte Menschen bei weniger jungen Menschen!

Paradox daran: Das Rentenproblem war schon gelöst, bevor es die Rente überhaupt gab!

Das „demografische Problem“ wurde kurz nach der Jahrtausendwende von ein paar cleveren Spekulanten diverser Versicherungskonzerne „entdeckt“. Sie brauchten frisches Geld für die Kapitalmärkte und beschlossen, die Bürger in Angst vor dem Alter zu versetzen und anschließend per „Riester“- oder „Rürup“-Rente auszurauben. Wie bei allen anderen Raubzügen Reformen war auch hier die „soziale“ und „demokratische“ Schröder-Regierung behilflich.

Nun habe ich heute entdeckt, das nicht Rürup oder Riester das „demografische Problem“ gelöst haben, sondern dieser nette Herr:mensch

Und diesen Benutzer steinzeitlicher Werkzeuge gab es schon viele tausend Jahre, bevor das Wort „Rente“ überhaupt erfunden war! Wirklich! Ich schwöre!

Bevor dieser aufrechte Vertreter der menschlichen Spezies zu seinen Steinwerkzeugen griff, gab es tatsächlich ein Problem mit der Versorgung unproduktiver alter und junger Verwandten. Die Kindersterblichkeit war hoch und die maximale Lebenserwartung lag bei etwa 30 Jahren.

Aber dann geschah ein Wunder! Einer dieser Leute entdeckte, dass man durch die Benutzung von Werkzeugen schneller, besser, zeit- und kraftsparender arbeiten kann. Wenn er vorher einen Tag gebraucht hat, um ein Reh zu jagen und zu zerlegen, konnte er dies nun mit Hilfe seiner Werkzeuge an einem Vormittag erledigen. Seine Produktivität stieg ins Unermessliche und fortan waren die Alten und die Jungen nicht mehr auf die Reste der erwachsenen, produktiven Mitmenschen angewiesen, sondern nun war für jeden der Familie genug da. Um zu essen, sich zu kleiden oder auch nur um nach einem Unfall oder Erkältung in Ruhe wieder gesund zu werden, ohne dabei hungern zu müssen.

Mit der Erfindung des Faustkeiles war das demografische Problem gelöst, bevor es überhaupt existiert hat. Und da wir heute „in anderen Zeiten“ leben ist auch der Beweis erbracht, dass die mit dem Faustkeil begonnene Produktivitätssteigerung niemals zum Stillstand gekommen ist.

Anderes Beispiel: Ein Höhlenbewohner brauchte einen halben Tag, um genug Wildgetreide für seinen Bedarf zu sammeln.

Ein heutiger Landwirt kann dagegen ganz allein mit seinem Traktor und seinem Mähdrescher zusätzlich zu seinem Bedarf noch tausende(!!) Mitmenschen mit Brot versorgen, ohne das auch nur ein Einziger hungern müsste.

Für die Rente ist es vollkommen unerheblich, wieviele Menschen jung oder alt, angestellt oder arbeitslos sind.

Die Altersversorgung wird schon seit der Steinzeit einzig durch die steigende Produktivität der Menschen garantiert.

Daran ändert auch eine „private Altersvorsorge“ nichts. Gar nichts.

Wir brauchen also nichts weiter zu tun, als den täglich erarbeiteten Wohlstand nicht mehr den Kapitalbesitzern zu schenken, sondern unter uns aufzuteilen. Gerechter als bisher.

Das ist nicht paradox, sondern logisch.

Wer in der „privaten Altersvorsorge“ oder eben auch der „Riester-Rente“ einen Hauch von Logik oder Vorteil nachweisen kann, bekommt von mir eine Tüte Gummibärchen. Versprochen!

Und da ihr alle ja doch nur „Geld“ im Kopf habt: Ja…das ist finanzierbar! In dem nicht mehr Löhne, sondern die Gewinne „belastet“ werden. Das entlastet den kleinen Handwerker und belastet nicht nur die hochproduktive, mit wenigen Menschen auskommende Industrie, sondern auch die Spekulanten. Und die bekommen ja bekanntlich Geld fürs Nichtstun, fürs „besitzen“.
Ist das etwa gerecht?

Vorschläge dazu findet ihr aber weder bei „SPD“, CDU, CSU, FDP oder Grünen. Aber die sind ja auch nicht links… 😉

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