Dumm, Dümmer, Söder

Jeder kennt den allseids beliebten und hochqualifizierten „Sozialexperten“ Markus Söder.

Er gehört zu den Günstlingen des korrupten Amigos Stoiber und hat seine Karierre vor allem mit Arschkriechen vor der Wirtschaft gefördert. Arisch-deutsch korrekt gescheitelt informiert er uns bei vielen Gelegenheiten über die Grauen des Sozialismus in der DDR und die paradiesischen Zustände des Kapitalismus in der BRD.

Kürzlich ereiferte er sich über den Gesundheitsfond in BILD. Aber nicht etwa über die unsoziale Erfindung der einseitigen Übernahme von Kostensteigerungen durch die Versicherten ohne Beteiligung der Arbeitgeber. Nein, ihm missfällt der Gesundheitsfond, weil er „zentralistisch“ sei.

Darüber wacht dann eine Art Volkskasse, die zentral von Berlin geführt wird. Freie Ärzte, freie Arztwahl und eine freie Therapie sind kaum mehr möglich. Das ist ein Rückfall in eine Staatsmedizin à la DDR. Diese Staatswirtschaft ist der falsche Weg.

Ahja… mich dünkt, Herr Söder hat von der DDR genauso viel Ahnung wie von „sozialer Marktwirtschaft“. Sein Wissen befindet sich offensichtlich auf dem Niveau eines aufgeweichten Toastbrotes.

Die Bürger des real existierenden Kapitalismus anno 2009 könnten froh sein, hätten sie eine „Staatsmedizin ‚a la DDR“! Warum?

Selbstverständlich gab es in der DDR Ärzte als Selbstständige. Das war sogar der Regelfall. Sie gehörten sogar zu den „Privilegierten“. Man konnte sich seinen Arzt nach Belieben aussuchen und auch die empfohlene Therapie mitbestimmen.

Alles Dinge, welche es im real existierenden Kapitalismus ann0 2009 Dank diverser „Gesundheitsreformen“ schon lange nicht mehr gibt.

Die freie Arztwahl wurde durch Einführung der Praxisgebühr praktisch abgeschafft. Wer es sich nicht leisten kann, bei einem Arztwechsel jedes Mal 10 Euro zu bezahlen, ist eben auf seinen (wie auch immer qualifizierten) Hausarzt angewiesen. Die Abschaffung der freien Arztwahl war übrigens erklärtes Ziel der Gesundheitsreform. Man nannte die freie Arztwahl damals „Ärztehopping“. Wie üblich gab es damals wie heute keine Statistiken darüber, in welchem Maße ein solches „Ärztehopping“ überhaupt existierte.

Ebenfall abgeschafft wurde die „freie Therapiewahl“. Heute werden Therapien von verschiedenen gesetzlichen Faktoren bestimmt, aber nicht vom Arzt oder Patienten. Dazu gehören das Arzt-Bugdet, die „Verschreibungsfähigkeit“, der Wille der KK zur Kostenübernahme und auch die Fähigkeit des Patienten zur Zahlung der gesetzlich vorgeschriebenen „Zuzahlungen“.

Alles Dinge, welche in der „Staatsmedizin der DDR“ unvorstellbar waren. Ebenso unvorstellbar wie in der BRD bis zur „Agenda2010“, welche solche Wohltaten übers Volk gebracht hat.

Übrigens… diese „Gesundheitsreformen“ wurden mit Zustimmung der CSU beschlossen. Söder hat sie vehement verteidigt und gelobt. Dieser „Gesundheitsfond“ ist lediglich ein weiterer Schritt zur Abschaffung der paritätischen Finanzierung des Gesundheitssystems zu Gunsten der „Arbeitgeber“. Aber das findet „Experte“ Söder nicht kritikwürdig. Aber er ist ja eh privat versichert und kennt „Arbeit“ nur aus Erzählungen. Als Minister in Bayern werden seine Krankenkassenbeiträge wie auch seine Gehälter natürlich aus Steuergeldern bezahlt. Man gönnt sich ja sonst nichts…

Parteispendenauszug der CSU 2007

VB der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie 18.05.2007 330.000 €
Allianz AG 18.07.2007 60.001 €
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