Frank-Jürgen Weise (Manager)

Frank-Jürgen Weise ist Chef-Manager der Armutsagentur „Arbeitsagentur“. Und wie (fast) jeder Manager in diesen dunklen neoliberalen Zeiten übt auch er sich in der Verkündung froher Neujahrsbotschaften.

Aktuell sagt er:

Trotz rückläufiger Beitragseinnahmen hat die Bundesagentur für Arbeit im vergangenen Jahr etwa eine Milliarde Überschuss erwirtschaftet.

Hallo? Die Armutsagentur verwaltet die Gelder der Arbeitslosenversicherung, „erwirtschaftet“ also nichts. Na gut…sie verkauft die Leute für dumm, aber das ist kein anerkanntes Geschäftsmodell einer Versicherung.

Dieses „erwirtschaften“ ist nichts anderes als das Geständnis, 1 Milliarde Euro(!) kassiert, aber nicht wieder für eine Förderung von Arbeitslosen ausgegeben zu haben. Ein deutliches Zeichen dafür, dass die „Arbeitsmarktreformen“ sich für die „Arbeitgeber“ in barer , klingender Münze auszahlen. Nicht ohne Grund konnten/mussten die Beiträge halbiert werden. Was der „Arbeitnehmer“ als Versicherter nach diesen Absenkungen am Brutto einspart, wird ihm nach einem Jahr Alg1 beim freien Fall in die Alg2-Armut als „Vermögen“ angerechnet, welches er zum Alg2-Regelsatz monatlich verprassen darf. Toll, oder?

Zusammen mit den Rücklagen aus den Jahren zuvor verfügen wir über etwas mehr als 16 Milliarden Euro Reserven. Wir sind also handlungsfähig und können beispielsweise mit Kurzarbeit viele Arbeitsplätze erhalten.“

So sei es! Die kapitalistische Misswirtschaft lädt ihre Renditeverluste auf die Arbeitnehmer und die Versicherung ab. Warum fordert niemand, diese „Kurzarbeit“ aus Unternehmensgewinnen und den Vermögen auf den Konten der Aktionäre zu finanzieren, bevor die Versichertengemeinschaft damit belästigt wird? Weil „Arbeit haben“ frei macht? Wen?

Als wichtigstes Instrument der Bundesagentur in der Wirtschaftskrise führte Weise die Weiterbildung von Arbeitnehmern an.

Jaja… die alte Mär „Bildung schützt vor Arbeitslosigkeit!“ Prof. Butterwegge hat bereits nachgewiesen, das Bildung keineswegs vor Arbeitslosigkeit schützt, sondern lediglich zu höher gebildeten Arbeitslosen führt.

Abgesehen davon, das wie immer die Unternehmer von gebildeten Sklaven profitieren. Aber zahlen sie dafür? Nein! Sie wollen sich nur gratis „am Markt“ bedienen.

Ungenannt bleibt wieder die Realität: Heute sind Weiterbildungen, Umschulungen u.a. Bildungsmaßnahmen nur nach hartem Kampf für Arbeitslose erreichbar. Jederzeit passendes und angewandtes Ablehnungs“argument“: Man dürfe den Beitragszahler nicht mit Kosten belasten, damit die Beiträge weiter gesenkt werden können.

Ein wenig Zynismus darf auch bei Herrn Weise nicht fehlen:

Denn Kenntnisse und Fähigkeiten sind das, was Deutschland braucht, um international mitzuhalten.

Was meint er mit „international mithalten“? Ist dem weisen Herrn Weise etwa entgangen, dass die deutschen Konzerne 2008 erstmalig in der Weltgeschichte für mehr als 1 Bio (in Worten: eine Billion) Euro exportiert haben? Trotz 3 Monaten Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise?

Ich kann ihn verstehen: Jeder Porschefahrer macht sich ernsthaft Sorgen um seine Wettbewerbsfähigkeit, wenn er zu einem Rennen gegen Radfahrer auf der Autobahn eingeladen wird.

PS: Herr Weise ist ein Verbrecher! Jedes Jahr veruntreut er mehrere hundert Millionen Euro Versicherungsgelder. Für jeden Mitbürger, den er nach einem Jahr ins staatliche Alg2 abschieben kann, zahlt er 10.000 Euro Beitragsgelder in die Staatskasse ein. Legal…denn alles was der Finanzierung von Kapitalsteuersenkungen dient, ist gut für Deutschland! 😉

Ausserdem ist er ein Fan des verfassungswidrigen „Workfare“-Prinzips: Stütze nur gegen Arbeitsleistung, auch in Privatfirmen. Ein Hoch auf die Neue Soziale Sklaverei! Welcher heutige Arbeitnehmer wagt es da noch, in Zukunft um Lohn zu betteln?

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